Die Bedeutung von FGF-Rezeptoren im Nervensystem
Einen Schwerpunkt der Forschungsarbeiten der Division für Neuroanatomie stellen die Tyrosinkinase-Rezeptoren für Fibroblasten-Wachstumsfaktoren (FGFs) dar. Die Bedeutung des FGF-Rezeptors Typ 1 (FGFR1) für die Entwicklung und Regeneration neuronaler und glialer Elemente wird in unserer Arbeitsgruppe eingehend untersucht.
Die Aktivierung von Rezeptor-Tyrosinkinasen bestimmt Morphologie und Identität von Zellen des Nervensystems, aber auch die Wanderung von Nervenzellen (Neuronen) an ihren Bestimmungsort und ihre dortige Integration in ein neuronales Netzwerk sowie die Ausbildung von Synapsen.
Die vier FGFRs sind an vielen Entwicklungs- und Reparationsprozessen in nahezu allen Geweben von Säugern beteiligt. Unter den 23 FGF-Proteinen wurden 10 im Gehirn identifiziert. FGF-2 wird hauptsächlich von Astrozyten produziert, während andere Mitglieder der FGF-Familie primär von Neuronen synthetisiert werden. Im Rahmen der Entwicklung des ZNS spielen FGFs und ihre Rezeptoren eine wichtige Rolle für die Neurogenese und das Axonwachstum. Darüberhinaus sind FGF-1 und FGF-2 aber auch an der Regulation synaptischer Plastizität und bei Lern- und Gedächtnisvorgängen beteiligt.
Eine Zusammenfassung dieses Forschungsgebietes kann hier heruntergeladen werden.
Ein besonderer Dank geht an Dr. B. Hausott für die Erstellung eines Review-Artikels und an Dr. R. Irschick für die deutsche Übersetzung.



