Allgemeine Informationen für Medizin-Studenten/innen

Ohne profundes neurobiologisches Wissen sind Entstehung und Entwicklung von Krankheiten des Nervensystems nicht zu begreifen. Die Neuroanatomie vermittelt Kenntnisse von der Gestalt und Struktur des zentralen und peripheren Nervensystems und ist somit die Basis ärztlichen Handelns in den Neuro-Fächern. Die praktische Ausbildung am menschlichen Körper ist Voraussetzung, um ärztlichen Fehlern bei Diagnose und Therapie vorzubeugen.

 

Daneben stellen zelluläre und molekulare Erkenntnisse über das Nervensystem wesentliche Grundlagen zum Verständnis von Neurologie und Psychiatrie dar. Sie sind notwendig, um eine rationale Therapie zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems durchzuführen. Die funktionelle Neuroanatomie wird daher erst im Zusammenhang mit den physiologischen und biochemischen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts verständlich. Sie bildet einen wesentlichen Teil der Neurobiologie des Menschen - einer Wissenschaft für angehende Mediziner, die lieber verstehen als auswendig lernen.

 

Die Neuroanatomie-Vorlesung umfasst über 20 Zeichenvorlagen und Schemata zur Verdeutlichung der Lehr- und Lerninhalte. Letztere sind den ‚Nomina Anatomica’ und dem ‚Gegenstandskatalog für die vorklinische Medizin’ (Mainz, 1999) entnommen. Anatomische und histologische Begriffe sollen an einem Beispiel erklärt und am makroskopischen Präparat (Gehirn, Rückenmark), histologischen Schnitt oder am Lebenden demonstriert werden. Umgekehrt müssen gegebene Strukturen auch benannt werden können. Für Blutgefäße und Nerven gilt, dass Stammgefäße bzw. Nervenursprünge sowie die wichtigsten Äste gelernt werden müssen.

 

Das Neuroanatomie-Praktikum (Teil des Sezierkurses) soll es den Studenten ermöglichen, an makroskopischen Präparaten eine möglichst realistische Vorstellung der besprochenen Strukturen zu entwickeln. Gewebeschnitte des peripheren und zentralen Nervensystems werden im Histologie-Kurs mikroskopiert.

 

Lehrziele für den neuroanatomischen Unterricht hier.

 

Alle virtuellen Techniken zur Lehre der makroskopischen und mikroskopischen Anatomie sind nur als Ergänzung zum Sezier- und Histologie-Kurs und insbesondere zum Verständnis der Schnittbildanatomie geeignet. Die Darstellungen sind jedoch immer zweidimensional und können daher die topographischen Lageverhältnisse nur eingeschränkt wiedergeben. Dies gilt auch für Modelle.

 

Die Zeichenvorlagen sind im ILIAS abrufbar. Sie sollen den Studenten und Studentinnen helfen, die für die klinische Ausbildung notwendigen neuroanatomischen Grundlagen aus den gängigen anatomischen Lehrbüchern zu extrahieren, keinesfalls können sie das Lehrbuchstudium oder den Vorlesungsbesuch ersetzen.

 

Begleitend zur Vorlesung und für die Prüfungsvorbereitung bietet sich ein ZNS Kompendium an, das zum Selbstkostenpreis (5.-) bei Prof. Klimaschewski erworben werden kann. Wenn alles geschafft ist, kann man bei guter Musik entspannen, z.B. hier.

Seminar for PhD and MD students

Comparative Neuroanatomy (#042502)

With particular reference to the human and the rodent brain


Course book: Principles of Brain Evolution (Striedter) 

Venue is the Institute of Histology, 2. floor, Muellerstrasse 59 (Lecture Hall).

During summer semesters only. Please send an email if you want to participate.

Students should familiarize themselves with the basic neuroanatomy of the human brain, for example, by watching the online-tutorial by Klimaschewski here (appr. 1h).